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Von Schlafzimmer bis Keller: 10 Tipps zum richtigen Lüften

Dass man Haus und Wohnung regelmäßig lüften sollte, ist hinreichend bekannt. Doch gerade im Winter ist der Gedanke, kalte Luft in die gerade so wohlig geheizten Räume zu lassen, vielen ein Graus. Und dies ist nur einer der Gründe, weshalb in den meisten Haushalten zu wenig oder einfach nicht richtig gelüftet wird. Dabei sorgt regelmäßiges Lüften für weit mehr als nur frische Luft. Ein ausgewogenes Raumklima steigert den Wohnkomfort, es spart im Endeffekt Heizenergie und beugt Schimmelbildung vor. Je nach Raumfunktion, Jahreszeit, baulichen Gegebenheiten und Nutzung der Räume muss unterschiedlich gelüftet werden, um ein Raumklima zu erzielen, in dem Temperatur und Luftfeuchtigkeit in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Warum ist Lüften so wichtig?

Gefühlt ist der Zeitpunkt zum Lüften da, wenn die Luft „verbraucht“ erscheint, also zu wenig Sauerstoff in der Raumluft ist. Doch eigentlich ist es dann bereits zu spät. Besonders wenn sich mehrere Menschen in einem Raum aufhalten, entsteht durch die verbrauchte und in Kohlendioxid umgewandelte Atemluft eine zu hohe CO2-Konzentration, die als „abgestanden“ oder „verbraucht“ empfunden wird. Neben einem unangenehmen Gefühl führt zu wenig Sauerstoff auch oft zu Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten. Grundsätzlich sollte man lüften, bevor die Luft „zum Schneiden“ ist. Denn eine offene  Luftzirkulation durch richtiges Lüften sorgt für einen vollständigen Austausch der Raumluft und ersetzt diese mit frischer Luft von außen.

Wichtig ist das Lüften aus mehreren Gründen: Wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch ist, ist dies der ideale Nährboden für Schimmelpilze. Schimmel schädigt nicht nur Bausubstanz und Mobiliar, er ist auch nachweislich gesundheitsschädlich. Ist Schimmel einmal im Haus, ist es aufwändig, unbequem und meist kostenintensiv, ihn wieder loszuwerden.

Problem Luftfeuchtigkeit

Luftfeuchtigkeit entsteht überall, wo sich Menschen in Innenräumen aufhalten – je mehr Personen, desto höher die Luftfeuchtigkeit, die allein durch Atmen und Schwitzen entsteht. So produziert ein Vier-Personen-Haushalt bis zu 12 Liter am Tag an Feuchtigkeit. Dazu kommen Haustiere, Zimmerpflanzen sowie sogenannte „Feuchtespitzen“ durch Wasserdampf, zum Beispiel beim Kochen, Duschen und Bügeln, aber auch durch in der Wohnung getrocknete Wäsche.

Kann die täglich entstehende Feuchtigkeit nicht durch richtiges Lüften entweichen, setzt sie sich an den kältesten Stellen ab – also an Fenstern und Außenwänden. Bei Fenstern lässt sich zu hohe Leuchtfeuchtigkeit gut am sich an den Scheiben sammelnden Kondenswasser erkennen. Spätestens dann sollte gründlich gelüftet werden. Tückischer ist die Ablagerung von Feuchtigkeit an den kalten Stellen der Wände, denn dort dient sie als Nährboden für Schimmel.

Wie entsteht Schimmel?

Insbesondere bei direkt an der Wand stehendem Mobiliar findet keine ausreichende Luftzirkulation statt, es entstehen Wärmebrücken. In diesem Klima gedeihen Schimmelpilze besonders gut, sodass manch einer beim Abrücken von Schränken eine böse Überraschung erlebt. Daher sollten Möbel stets mit einem Abstand von etwa 10 cm zur Außenwand platziert werden. Als Pilz benötigt Schimmel für sein Wachstum ein feuchtwarmes Klima. Optimal gedeihen Schimmelpilze bei einer Temperatur von 15 bis 30 Grad, also bei gängigen Innenraumtemperaturen. Ausschlaggebender Faktor für die Entstehung und das Wachstum ist demnach die vorherrschende Luftfeuchte: Hier benötigt ein Schimmelpilz auf Oberflächen immerhin rund 80 Prozent. Herrschen diese Bedingungen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen unverändert vor, siedeln sich bereits die ersten Pilze an.

Das optimale Raumklima

Raumtemperatur
um die 20° Celsius

Luftqualität
frische, sauerstoffreiche Innenraumluft

Luftfeuchtigkeit
zwischen 40 und 60 %

Bei einer angenehmen Raumtemperatur von 20 Grad sollte die optimale Raumfeuchte zwischen 40 und 65 Prozent liegen. Liegt sie darunter, empfindet man die Luft als trocken, wodurch Schleimhäute und Augen gereizt werden können. Liegt sie darüber, begünstigt es die Schimmelpilzbildung. Deshalb sollte man stets auf ein ausgewogenes Raumklima achten, in dem die Luftfeuchte nicht zu sehr ansteigt. Beim Lüften wird schließlich nicht nur Sauerstoff ausgetauscht. Besonders in der kalten Jahreszeit wird auch die warme, feuchte Raumluft nach außen abgeführt und der Raum mit kalter, trockener Luft angefüllt. So kann die Raumluft wieder neue Feuchtigkeit aufnehmen. Wie hoch die Luftfeuchtigkeit in einem Raum ist, lässt sich über ein Hygrometer kontrollieren. Das handliche Gerät misst den Luftfechtegehalt in der Raumluft und ist bereits ab 15 Euro erhältlich.

10 Tipps zum richtigen Lüften

Durch richtiges Lüften entsteht ein optimales Raumklima, in dem Sie sich wohl fühlen und Schimmelbildung keine Chance hat. Mit diesen 10 Tipps sorgen Sie für gute Belüftung, Sommer wie Winter.

1. Fenster ganz öffnen
Richtiges Lüften bedeutet immer: Stoßlüften. Fenster sollten 3-4 Mal am Tag ganz geöffnet werden, damit ein Luftaustausch stattfinden kann. Im Winter genügt ein Zeitraum von etwa 5 Minuten, da die Luft trockener ist als im Sommer. Im Sommer sollten Fenster und Türen zwischen 20 und 30 Minuten geöffnet bleiben.

2. Querlüftung
Ein optimaler Luftaustausch findet statt, wenn gegenüberliegende Fenster vollständig geöffnet werden, sodass eine Querlüftung – sprich Durchzug – stattfinden kann. Das verbessert die Luftzirkulation und der Luftaustausch erfolgt schneller und effizienter. Achten Sie darauf, dass dabei alle Innentüren geöffnet sind, sodass die Luft ungehindert durch die Räume ziehen kann. Sichern Sie die geöffneten Innentüren am besten mit Türstoppern, damit sie nicht im Durchzug zufallen.

3. Im Winter: Heizung abdrehen
Damit so wenig kostbare Heizenergie wie möglich beim Lüften abhanden kommt, sollte man vor dem Lüften im Winter alle Heizungen abdrehen. Da im Winter kürzere Lüftungsintervalle empfohlen werden, kühlen die Räume somit nicht aus. Nach dem Lüften entsteht also recht schnell wieder eine angenehme Raumtemperatur – bei frischer Luft.

4. Kipplüftung vermeiden
Bequem, aber ineffizient: Die Kipplüftung. Über gekippte Fenster findet kein ausreichender Luftaustausch statt. Stattdessen geht wertvolle Wärme verloren. Über Stunden gekippte Fenster sorgen zudem für eine Auskühlung auch von Möbeln und Wänden, sodass im Anschluss mehr Heizenergie – womöglich auch für die angrenzenden Räume – benötigt wird, um eine angenehme Raumtemperatur zu erzielen. Durch die kalte Luft um das gekippte Fenster kühlt außerdem das dortige Mauerwerk aus, Luftfeuchtigkeit kondensiert und es entsteht eine sogenannte Kältebrücke, die wiederum Schimmelbildung begünstigt.

5. Feuchtespitzen beachten
Wo Dampf entsteht, entsteht auch viel Feuchtigkeit, die nach draußen muss. Deshalb sollte man nach dem Baden oder Duschen das Fenster vollständig öffnen, bis die Feuchtigkeit abgezogen ist. Das Gleiche gilt für Dämpfe, die beim Kochen oder Bügeln entstehen. Am besten sollten auch Türen geschlossen werden, damit sich die Feuchtigkeit nicht in den angrenzenden Räumen verteilt. Auch bei in der Wohnung getrockneter Wäsche, ist regelmäßiges Stoßlüften wichtig, damit sich nicht zu viel Feuchtigkeit absetzen kann.

6. Lüften im Schlafzimmer
Im Schlafzimmer ist gute Raumluft besonders wichtig für einen guten Schlaf. Auch die Raumtemperatur sollte im Schlafzimmer nicht zu hoch sein. Da ein Mensch allein im Schlaf bis zu einem Liter Feuchtigkeit produziert, sollten Schlafzimmer am besten stets vor dem Zubettgehen einmal komplett durchgelüftet werden und ebenso morgens nach dem Aufstehen.

7. Sonderfall Keller
Auch Keller müssen regelmäßig gelüftet werden. Ist der Keller nicht als Wohnraum genutzt, wird er in der Regel kaum geheizt. Deshalb kann es vor allem bei älteren und Gewölbekellern vorkommen, dass die Kellertemperatur unter der Außentemperatur liegt. Hier gilt Vorsicht: Wenn nämlich wärmere Außenluft auf kalte Innenluft trifft, steigt die relative Luftfeuchtigkeit an und damit die Schimmelgefahr. Deshalb sollten Kellerräume entweder leicht beheizt werden oder dann gelüftet, wenn die Außentemperatur niedriger ist als die Innentemperatur.

8. Baufeuchte beachten
Bei Neubauten entsteht durch Baustoffe, Putz- oder Estricharbeiten eine sogenannte Baufeuchte, die den Luftfeuchtegehalt in den Innenräumen erhöht. Bei Neubauten in Massivbauweise entsteht grundsätzlich mehr Baufeuchte als in Häusern mit Leichtbauweise. In der Regel vergehen 1-2 Jahre, bis die Baufeuchte bei Neubauten vollständig entwichen ist. In dieser Zeit muss häufiger und länger gelüftet werden, damit die Luftfeuchtigkeit nicht dauerhaft zu hoch ist.

9. Lüften nach Sanierung
Nach einer Sanierung muss auch das Lüftungsverhalten den veränderten Gegebenheiten angepasst werden. Durch die verbesserte Isolierung von Fenstern und Außenwänden findet kein Luftaustausch mehr über Mauerwerk oder Ritzen statt. Wände und Fenster sind dicht – das hält die Wärme drinnen, aber auch die Feuchtigkeit. Somit muss ebenso wie bei Neubauten öfter und länger gelüftet werden, damit ein vollständiger Luftaustausch stattfinden kann.

10. Lüften im Altbau
In schlecht isolierten Altbauten findet durch mangelnde Dämmung quasi eine „natürliche Lüftung“ über undichte Ritzen und Fugen statt. Dadurch geht aber auch viel Wärme verloren, weshalb sich Altbaubesitzer oft vor regelmäßiger Lüftung scheuen. Trotz der mangelnden Dichtigkeit müssen auch Räume in Altbauten täglich stoßgelüftet werden. Um nicht zu viel Heizwärme zu verlieren, sorgen Sie am besten morgens und abends für etwa 5-10 Minuten für einen gründlichen Luftaustausch. Das Gleiche gilt für Altbauten mit sehr hohen Decken: Da sich die Räume nur schlecht wieder aufheizen lassen, genügt es, zwei Mal am Tag gründlich zu lüften.

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