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Heizen

10 Gründe für zu hohe Heizkosten

Heizenergie ist mit rund 70 Prozent der größte Posten im gesamten Jahresenergieverbrauch und dementsprechend teuer. Steigen die Heizkosten im eigenen Haushalt jedoch von Jahr zu Jahr kontinuierlich oder gar sprunghaft an, lohnt es sich, die Ursachen aufzuspüren. Hier die 10 häufigsten Gründe für zu hohe Heizkosten:

1. Thermostat falsch eingestellt

Der häufigste Grund für zu hohe Heizkosten ist einfach ein falsches Heizverhalten. Wird es draußen kalt, drehen viele das Thermostat ganz auf, um den Raum schnell zu erwärmen.

Aber: Das Heizen auf höchster Stufe geht nicht schneller als bei mittlerer Einstellung. Stattdessen verbraucht die Heizungsanlage mehr Energie. Warum? Der Temperaturfühler am Thermostat ist darauf angelegt, die eingestellte Temperatur zu erzielen. Ist diese erreicht, schaltet sich die Heizung ab, bis die Temperatur wieder sinkt. Ist der Thermostat auf höchste Stufe eingestellt, heißt das eine gewünschte Raumtemperatur von etwa 26 bis 28 Grad. Die Heizung läuft also einfach länger, nicht aber schneller. Energiesparender ist daher eine Einstellung auf mittlerer Stufe bei rund 20 bis 22 Grad.

Grundsätzlich spart jedes Grad weniger Raumtemperatur Energie. Allein eine Senkung um 1 Grad sorgt für Einsparungen von bis zu sechs Prozent. Dementsprechend sollte man genau überlegen, welche Räume wie stark beheizt werden. Schlafzimmer und Flur dürfen mit 15 bis 17 Grad ruhig etwas kühler sein, wohingegen Wohnzimmer und Bad auf persönliche Wohlfühltemperatur eingestellt werden sollten.

2. Unnötiges Heizen

Natürlich möchte es jeder gern warm haben. Manchmal aber werden unbeabsichtigt auch Räume geheizt, die gar nicht genutzt werden. Dazu gehören Nebenräume, Abstellkammern, ungenutzte Gästezimmer oder Kellerräume. Wenn diese Bereiche nur grundbeheizt werden, um Feuchtigkeit und Schimmel zu vermeiden, kann sehr viel Heizenergie eingespart werden.

Unnötig werden oft auch Häuser und Wohnungen beheizt, in denen sich tagsüber niemand aufhält. Wird in diesen Zeiten die Temperatur auf etwa 17 statt 21 Grad gesenkt, ergeben sich Einsparungen von 10 Prozent. Und mit programmierbaren Thermostaten lässt sich die Heizung so einstellen, dass das Zuhause pünktlich zum Feierabend wieder angenehm warm ist. Wärmeverluste entstehen zudem durch das Mitheizen angrenzender Räume durch geöffnete Zimmertüren. Dabei ist es energiesparender, jeden Raum einzeln zu erwärmen. Deshalb: Im Winter lieber Innentüren schließen.

3. Falsches Lüften

Abgestandene Luft in Innenräumen ist nicht nur schlecht für die Atemwege und das Raumklima, sie schluckt auch unnötig Energie. Grund ist zu hohe Luftfeuchtigkeit. Allein in einem Vier-Personen-Haushalt werden durch Körperwärme, Kochen oder Duschen 6 bis 12 Liter Wasserdampf pro Tag freigesetzt. Bleibt diese Feuchte im Raum, schlägt sie sich als Kondensat auf kühlen Oberflächen nieder und bildet einen optimalen Nährboden für Schimmelpilze. Zudem erwärmt sich feuchte Luft schlechter als trockene, kalte Luft.

Deshalb ist es wichtig, jeden Tag die Innenluft gegen Frischluft auszutauschen. Dies gelingt nur mit Stoßlüften, also dem vollständigen Öffnen der Fenster für etwa 10 Minuten. Über gekippte Fenster findet kein effizienter Luftaustausch statt. Beim Lüften sollten alle Thermostate heruntergedreht sein, ansonsten verstärkt der Heizkörper aufgrund der kühlen Luft die Heizleistung, welche dann schlichtweg zum Fenster hinausfliegt.

Übrigens: Die Angst vor Kälte oder einem langsamen Wiederaufheizen des Raums ist unbegründet. Denn ein Großteil der Wärme ist nicht in der Luft, sondern in Wänden, Möbeln und Textilien gespeichert. Zudem erwärmt sich frische Luft schneller, sodass gelüftete Räume überraschend schnell wieder angenehm warm sind.

4. Luft in den Heizkörpern

Wenn der Heizkörper gluckert und trotz aufgedrehtem Thermostat nicht richtig oder unregelmäßig warm wird, hat sich Luft im Heizwasser gebildet. Die Luftblasen verhindern, dass das Wasser im Heizkörper zirkulieren kann, sodass die Heizung mehr Energie benötigt, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Überschüssige Luft lässt sich mit einem Entlüftungsschlüssel aus dem Heizkörper entfernen. Empfohlen wird die Heizkörper-Entlüftung einmal im Jahr, am besten kurz vor Beginn der Heizperiode.

5. Zu hoher Warmwasserverbrauch

Nicht nur Heizwärme, auch Warmwasser gehört zur Heizenergie. Denn in der Regel wird warmes Wasser in der Heizungsanlage erhitzt und über Rohre in die jeweiligen Räume transportiert. Etwa 40 bis 50 Liter pro Person werden statistisch jeden Tag erwärmt. Hier lässt sich am besten sparen, indem man das eigene Verhalten unter die Lupe nimmt: Das warme Wasser beim Zähneputzen nicht einfach laufen zu lassen oder vom Vollbad aufs Duschen umzusteigen sind Maßnahmen, die aufs Jahr gesehen bereits einiges an Heizkosten sparen können.

6. Undichte oder veraltete Fenster

Durch undichte oder veraltete Fenster geht besonders viel Heizwärme verloren. Das liegt auch an der verglasten Fläche, die grundsätzlich weniger wärmedämmend ist als Wände. Besteht zudem eine veraltete Einfachverglasung, ist die Wärmedämmung zu gering und es bedarf stärkerer Heizleistung, um eine angenehme Raumtemperatur zu erzielen. Auch Undichtigkeiten an Rahmen oder Dichtungen sorgen für erhöhten Heizbedarf. Zudem dringt kalte Zugluft ein und beeinträchtigt den Wohnkomfort. Poröse Fensterdichtungen lassen sich austauschen oder zusätzlich mit Klebedichtungen verstärken. Bei veralteten Fenstern mit Einfachverglasung oder porösen, undichten Rahmen hilft aber meist nur noch ein Austausch. Moderne Fenster sind von vornherein wärmedämmender konstruiert. Hochwertige Fenstermodelle wie von HEIM & HAUS weisen zudem vorteilhafte Zusatzmerkmale wie wärmedämmende Verglasung, sichere Anschlagdichtungen, 5-Kammer-Profil und erhöhten Einbruchschutz auf, sodass sich ein Austausch gleich in mehrfacher Hinsicht lohnt. Da neue Fenster maßgeblich zur Energieeinsparung beintragen, werden sie durch die staatliche KfW gefördert.

7. Undichte Haustüren

Neben undichten Fenstern gehören veraltete Haustüren zu den größten Heizenergie-Lecks. Ein ständig kalter Flur, unangenehme Zugluft oder ein schwerfälliges Schließen der Haustür deuten darauf hin, dass die Haustür verzogen oder nicht mehr richtig dicht ist. Über die Haustür geht in diesen Fällen viel Heizenergie verloren, im Gegenzug dringt kontinuierlich kalte Luft von außen ins Innere. Um diese zu erwärmen, muss mehr Energie aufgewendet werden und die Heizkosten steigen.

Je nach Zustand und Alter der Haustür kann es sich also durchaus rentieren, eine neue Haustür zu installieren. Neben verbessertem Wärmeschutz ist auch die Einbruchsicherheit erhöht und durch die eingesparte Energie kann sich eine neue Haustür durchaus in einigen Jahren amortisieren.

8. Mangelnde Außendämmung

Vor allem in unsanierten Altbauten gibt es hohe Wärmeverluste durch ungedämmtes Mauerwerk. Kleine Ritzen und Spalte sowie Undichtigkeiten an den Verbindungsstellen zu Fenstern und Türen sorgen dafür, dass kostbare Heizenergie zu großen Teilen ungenutzt nach draußen entweicht. Um eine angenehme Temperatur im Innenraum zu erreichen, muss entsprechend viel und dauerhaft Heizenergie aufgewendet werden. Bei Wohnungen spielt auch die Lage eine Rolle: Sind die Räumlichkeiten nach Norden ausgerichtet oder gibt es viele Außenwände, muss mehr geheizt werden.

Da eine mangelnde Außendämmung hohe Wärmeverluste verursacht, kann sich eine nachträgliche Dämmung lohnen. Diese ist zwar aufwändig und kostenintensiv, sie wird aber großzügig durch staatliche und kommunale Fördertöpfe mit Investitionszuschüssen und zinsgünstigen Krediten unterstützt. Hinzu kommen deutliche Einsparungen bei den Energiekosten. Wirklich kompensieren lässt sich eine mangelnde Außendämmung mit einfachen Mitteln nicht. Abhilfe schafft aber zum Beispiel das Anbringen von Wärmeschutz-Folien hinter den Heizkörpern. Diese reflektieren die Wärme zurück in den Raum und verhindern das Entweichen durch Mauerritzen. Auch das Schließen der Rollläden sorgt im Winter für spürbare Energieeinsparungen. Der Rollladen wirkt vor der empfindlichen Glasfläche wie eine zusätzliche Dämmschicht, welche die Wärme besser im Inneren hält und Kälte aussperrt.

9. Falsch eingestellte Heizungsanlage

Wenn Heizungen nicht richtig warm werden oder die Wärme zwischen Räumen und Etagen unregelmäßig verteilt ist, kann es sein, dass die Heizungsanlage falsch eingestellt ist. In diesem Fall sollte ein hydraulischer Abgleich durch einen Installateur durchgeführt werden. Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass das gesamte Heizungssystem wieder optimal eingestellt ist und Heizwärme im ganzen Haus gleichmäßig – und damit energiesparend – verteilt wird. Dadurch arbeitet die Heizungsanlage effektiver und die Energieeffizienz kann um bis zu 15 Prozent gesteigert werden. Auch für einen hydraulische Abgleich durch einen Installateur können bei der KfW Förderungen beantragt werden.

10. Fehlerhafte Abrechnung

Es ist zwar nur selten die Ursache für hohe Heizkosten, trotzdem passieren auch bei der Abrechnung Fehler. Flattert eine ungewöhnlich hohe Heizkostenabrechnung ins Haus, sollte diese genauer geprüft werden: Stimmt der Abrechnungszeitraum und ist der Verteilerschlüssel richtig berechnet? Neben Rechenfehlern können auch Fehler bei der Ablesung entstehen. Die sogenannte Verbrauchsermittlung erfolgt meist durch einen Mitarbeiter, der die am Heizkörper installierten Verdunstungsmesser abliest und austauscht.

Ist der Ablesewert besonders hoch, kann aber auch ein Wärmestau die Ursache sein. Denn sind Heizkörper – und damit auch die Verdunstungsröhrchen – durch Möbel, Verkleidungen oder Wäsche bedeckt, entsteht ein Wärmestau am Heizkörper. Das bedeutet: Heizwärme gelangt nicht in den Raum, stattdessen verdunstet mehr Flüssigkeit im Verdunstungsmesser, was bei der nächsten Ablesung zu erhöhten Werten – und damit zu hohen Heizkosten – führen kann. Deshalb sollten Heizkörper immer frei und unbedeckt sein.

Aber auch bei elektronischen Heizkostenverteilern sind Fehler möglich: Hier werden die Verbrauchsdaten per Funk ausgelesen. Die Fehleranfälligkeit ist zwar geringer, dennoch können Übertragungslücken entstehen, die das Ergebnis verfälschen. Unterscheiden sich also die Verbrauchswerte deutlich vom Vorjahr, ohne dass sich das eigene Heizverhalten maßgeblich geändert hätte, sollte man beim verbrauchermittelnden Unternehmen nachfragen. Bei sehr hohen Heizkostennachzahlungen kann es sich auch lohnen, die Abrechnung durch unabhängige Stellen wie Verbraucherberatung oder Mieterverein prüfen zu lassen. Diese erheben für die Prüfung zwar eine Gebühr, finden aber auch eventuelle Abrechnungsfehler, die für Laien nur schwer ersichtlich sind.

Heizkosten sparen: Alles auf einen Blick

1. Thermostateinstellung Eine Einstellung auf Stufe 2 - 3 reicht meistens aus.
2. Raumnutzung Kaum genutzte Räume und bei Abwesenheit nur grundheizen.
3. Lüftungsverhalten Kurzes, regelmäßiges Stoßlüften sorgt für effizientes Lüften.
4. Luft im Heizkörper Heizkörper vor Heizperiode und bei Gluckern entlüften.
5. Warmwasserverbrauch Heizenergie durch effizienten Warmwasserverbrauch sparen.
6. Energieverluste über Fenster Fenster auf Energie-Verluste untersuchen und ggf. renovieren oder austauschen.
7. Energieverluste über Haustür Haustür auf Energieleck überprüfen und diese ggf. renovieren oder austauschen.
8. Wärmedämmung Außendämmung, Wärmeschutz-Folien und Rollladen halten Wärme besser im Raum.
9. Hydraulischer Abgleich Heizungsanlage richtig einstellen lassen.
10. Heizkostenabrechnung Abrechnung auf Fehler überprüfen.
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