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Gelenkarmmarkise mit grünem Markisentuch

Sonnenschutz

Die 10 wichtigsten Fakten über das Markisentuch

Ein Markisentuch ist einfach ein Stoff, der gut aussehen soll? Weit gefehlt! Markisenstoff ist ein komplexes, durchkonstruiertes High-Tech-Gewebe, das sowohl dekorative Zwecke als auch weitreichende funktionelle Anforderungen erfüllen muss. Wind und Wetter, Regen und Sonne, Staub und Schmutz, all dem muss ein Markisentuch standhalten – und zwar über viele Jahre. Damit dies gelingt, besitzt ein Markisentuch ganz besondere Eigenschaften.

1. High-Tech-Gewebe Markisentuch

Als technisches Textil, das speziell für den Einsatz im Außenbereich konstruiert ist, wird ein Markisentuch vor jedem Einsatz umfassend getestet und vielfältigen Laboruntersuchungen unterzogen. Markisenstoffe werden unter anderem auf Reißfestigkeit, UV-Schutz, Wasserdruckbeständigkeit, Höchstzugkraft oder Lichtechtheit geprüft. Diese Untersuchungen werden durch die Gewebehersteller streng nach DIN-Normen ausgeführt und nachweislich dokumentiert. Damit ist garantiert, dass ein Markisentuch als Hochleistungsprodukt allen Anforderungen an ein technisches Gewebe für den Außenbereich erfüllt.

2. Die Herstellung

Markisentücher sind großflächiger als herkömmliche Stoffe. Sie werden deshalb in großen Abmessungen gefertigt. So werden in einem Markisentuch von 650 x 350 cm zum Beispiel mehr als 100 000 laufende Meter Garn verarbeitet. Auf einen Quadratmeter kommt ein Markisentuch damit auf ganze 4500 Meter Garn, die in mit einem speziellen Webverfahren verarbeitet werden. Je nachdem, wie viel und welches Garn verarbeitet wurde, besitzen Markisentücher ein spezifisches Gewicht. Zwar gelten schwerere Markisentücher als robuster, zu bedenken ist aber, dass das zusätzliche Gewicht auf der Mechanik der Markise lastet, was auf Dauer gesehen nicht vorteilhaft ist. Auch das Wickelverhalten ist bei schweren Markisentücher schlechter. Im Mittel besitzt ein Markisentuch ein Gewicht von etwa 300 Gramm pro Quadratmeter.

3. Das Material: Polyacryl oder Polyester?

Als technisches Textil besteht ein Markisenstoff entweder aus Polyacryl oder aus Polyester. Beide Gewebe besitzen Vor- und Nachteile, die Auswahl richtet sich vor allem nach dem Einsatzgebiet.

Polyacryl: Die meisten Markisentücher sind aus Polyacryl-Garnen gewebt. Polyacryl ist farbecht und besonders UV-beständig. Selbst permanente Sonneneinstrahlung bringt die Farben kaum zum Verblassen. Zudem sind Acrylgewebe sehr haltbar, weshalb Polyacryl-Textilien für Markisen empfohlen werden, die häufig benutzt werden.

Polyester: Polyester gilt im Vergleich zu Acrylgarn als günstigerer Markisenstoff. Polyester besitzt aber eine höhere Elastizität bei gutem Wickelverhalten, weshalb dieses Gewebe meist für sehr große und breite Markisen verwendet wird. Das sogenannte „Rücksprungverhalten“ sorgt dafür, dass das Textil selbst bei großen Breiten nicht ausleiert. Polyester selbst ist jedoch kein UV-beständiges Material. Den UV-Schutz erhält ein Markisentuch aus Polyester erst durch eine Oberflächenbehandlung.

4. Die Farbe: Spinndüsengefärbt oder stückgefärbt?

Die Wahl zwischen Polyacryl und Polyester bestimmt auch die Farbechtheit eines Markisentuchs. Hochwertige Polyacrylgarne werden in der Regel in einem besonderen Verfahren spinndüsengefärbt. Das bedeutet, dass bei Geweben aus Polyacryl die Farbpigmente bereits während der Herstellung der Fasern in die Fasern eingelagert werden. Die Fasern, aus denen dann das Garn für die Herstellung der Markisengewebe gesponnen wird, sind somit bereits vor der Garnherstellung durchgefärbt. Durch dieses aufwendige Herstellungsverfahren sind die Gewebe bis in die Tiefe der Faser durchgefärbt und somit extrem farb- und lichtecht.

Bei Polyestergeweben wird dagegen oft die so genannte Garn- oder Stückfärbung angewandt. Bei der Garnfärbung werden zunächst die fertigen weißen Garne eingefärbt und dann das Gewebe gewebt, bei der Stückfärbung wird das fertig abgewebte Gewebe entsprechend eingefärbt. Polyestergewebe sind somit auf Dauer nicht so farb- und lichtecht wie spinndüsengefärbte Polyacrylgewebe. Im Laufe der Zeit kann somit die Farbe des Gewebes verblassen.

5. Die Verarbeitung: Genäht oder geklebt?

Die Breite der Stoffbahnen von Markisentüchern bewegen sich in der Regel zwischen 1,20 und 1,50 Metern. Diese Bahnen müssen nun auf die gewünschte Tuchbreite gebracht und umlaufend versäumt werden. Standardmäßig werden Markisenstoffe mit reißfesten Acrylfäden genäht. Die Farbe des Nähgarns kann der Farbe des Markisentuchs angepasst werden, sodass die Nähte nahezu unsichtbar bleiben. In einzelnen Fällen und nach dauerhafter Benutzung kann jedoch ein sogenannter „Fadenbruch“ vorkommen, wodurch sich die Acrylfäden lösen. Langezeittests und Erfahrungen aus der Praxis zeigen aber, dass das Vernähen von Markisentüchern die zuverlässigste und damit bis heute die häufigste Art ist, Markisenstoffbahnen zu verbinden.

Eine alternative Möglichkeit ist das Verkleben der Markisentuchbahnen mittels Ultra-Schweiß-Klebetechnik. Durch dieses Spezialverfahren werden Markisentücher regendicht und besonders reißfest. Langzeittests haben aber ergeben, dass sich die Klebeverbindung auf Dauer nachteilig auf das Wickelverhalten auswirkt, wodurch Wickelfalten entstehen können. Grund dafür ist das Klebeband zwischen den Stoffbahnen, das eine andere Ausdehnungsfähigkeit aufweist als das Markisentuch selbst. Die Folge kann ein unschöne Wellenbildung sein.

6. Die Oberfläche: High-Tech-Beschichtung und Nässeschutz

Grundsätzlich muss jedes Markisentuch wetterfest sein. Ein gutes Markisentuch kann problemlos einen leichten Regenschauer aushalten, ohne zu durchnässen und weist grundlegende schmutzabweisende Eigenschaften auf, sodass es für den Einsatz im Außenbereich geeignet ist. Qualitativ hochwertige Markisentücher sind aber nicht nur grundlegend imprägniert, sie sind zusätzlich mit speziellen Beschichtungen versehen. Durch die Oberflächen-Imprägnierung mit Teflon, die bei Markisentüchern von HEIM & HAUS standardmäßig eingesetzt wird, werden die einzelnen Fasern zusätzlich ummantelt, sodass sie unempfindlich gegenüber Schmutz, Wasser und Öl werden. Zudem können sich Schmutz und Staub nicht im Gewebe absetzen, sodass das Markisentuch als selbstreinigend gilt.

Auch einen grundlegenden Nässeschutz muss jedes Markisentuch aufweisen. Bei einem kurzen Regenschauer und einem üblichen Neigungswinkel von 14 Grad, über den das Wasser abfließen kann, sollte ein gute Markise dicht sein. Spezielle, wasserdichte Markisentücher sind mit einer zusätzlichen einseitigen wasserabstoßenden Beschichtung versehen, die eine Dichtigkeit von ca. 1000 mm/WS aufweisen. Standardmäßig besitzen Markisenstoffe eine Wasserdichtheit zwischen ca. 350 und 450 mm/WS. Die Angabe „mm/WS“ bezieht sich auf den Wasserdruck/die Wassersäule auf das Gewebe nach UNI EN 20811. Ein Markisentuch mit Standard-Imprägnierung bleibt also bei einer Einwirkung von 35 bis 45 cm Wasser dicht, während ein ausgewiesen wasserdichter Markisenstoff bis zu einem Wasserdruck von einem Meter undurchlässig bleibt.

Trotz Imprägnierung und Nässeschutz kann starker Regen jedem Markisentuch schaden – und das sogar dauerhaft. Neben Stockflecken, die entstehen können, wenn das nasse Markisentuch eingerollt auf der Tuchwelle trocknet, bis hin zu sogenannten Wassersäcken, die durch gesammeltes Wasser auf dem Markisentuch entstehen. Dabei bildet das stehende Wasser eine Beule – oder einen Wassersack – der sich meist nicht mehr zurückbildet.

7. Ganz normale Schönheitsfehler

Auch wenn Markisentücher heute High-Tech-Gewebe auf dem neuesten Stand der Technik sind, können aufgrund von Produktionsprozessen oder schlichtweg durch natürliche Materialeigenschaften kleine, unbedenkliche Schönheitsfehler entstehen. Diese beeinträchtigen in keinster Weise die Funktionalität der Markise oder des Markisenstoffes und gelten nicht als Reklamationsgrund.

Dazu gehören zum Beispiel Knickfalten, die bei der Konfektionierung und dem Falten des Markisenstoffes entstehen können. An sich kaum sichtbar, sind sie manchmal im Gegenlicht – vor allem auf helleren Stoffen – als leichter Strich zu erkennen. Zudem kann im Bereich der Nähte an den Seitensäumen und an den Stoffbahnen nach einiger Zeit eine leichte Welligkeit zu erkennen sein. Diese resultiert aus der vorgegebenen Mechanik einer Markise: Da das Tuch an den Nähten doppelt gelegt werden muss, ergibt sich in diesem Bereich eine andere Beanspruchung beim Aufrollen. Auch können die Seitensäume mit der Zeit leicht herunterhängen. Diese sogenannte „Seitenbahnlängung“ entsteht ebenfalls durch die dauerhafte mechanische Beanspruchung der Nähte. Da beim Aufrollen Tuch und Säume übereinander liegen, müssen sie grundsätzlich eine höhere Spannung aushalten, unter der im Laufe der Jahre das Tuch leicht nachgeben kann.

8. Das Design: Farben und Muster

Markisentücher gibt es in unzähligen verschiedenen Farben, Mustern und Dessins. Der persönliche Geschmack und der Stil von Haus, Außenanlagen und Terrasse sind meist die ausschlaggebenden Kriterien bei der Designauswahl. Darüber hinaus sollte man aber auch die Funktionalität berücksichtigen. Wohnt man zum Beispiel an einer vielbefahrenen Straße oder befindet sich die Terrasse unter Bäumen, sollte man eher ein dunkleres Markisentuch wählen. Denn auf hellen Markisentüchern sind Verschmutzungen durch Staub und Schmutz ebenso wie durch Bäume und Vogelkot leichter zu sehen.

Auch gemusterte Markisentücher sind optisch weniger empfindlich. Bei Mustern sollte man aber immer das Terrassenmobiliar bedenken: Sind die Polster bereist gemustert, sollten Markisentuch und Terrassentextilien aufeinander abgestimmt sein, damit ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Und: Sowohl Mode als auch persönlicher Geschmack ändern sich mit der Zeit. Vor dem Hintergrund, dass eine gute Markise viele Jahre oder gar Jahrzehnte hält, sollte man im Zweifelsfall lieber ein zeitloses Design wählen.

9. Die Pflege

Markisentücher sind durch ihre Herstellung und die ausgefeilte Oberflächenbehandlung in der Regel recht unempfindlich. Die spezielle schmutzabweisende Ausrüstung mit Teflon machen die Reinigung des Markisentuchs weitestgehend überflüssig. Dennoch können sich mit der Zeit Schmutz und Staub absetzen. Auch grobe Verschmutzungen wie zum Beispiel Vogelkot sollte umgehend entfernt werden.

Grundsätzlich reinigt man Markisentücher schonend mit klarem, warmem Wasser und einem weichen Schwamm. Wer möchte, kann dem Wasser etwas Feinwaschmittel (nicht mehr als 10 Prozent) zugeben.

Bei der Reinigung des Markisentuchs ist Vorsicht geboten, damit sich weder Imprägnierung noch Nähte lösen und das Tuch selbst nicht beschädigt wird. Deshalb: Niemals stark reiben oder mit groben Tüchern und Schwämmen bearbeiten. Keinesfalls sollten Hochdruckreiniger bei einem Markisentuch zum Einsatz kommen. Nach der sanften Reinigung wird das Markisentuch mit klarem Wasser einmal abgespült, anschließend sollte man es gründlich trocknen lassen. Denn das Markisentuch darf nicht in nassem Zustand eingerollt werden, sonst drohen Stockflecken und Beschädigungen des Stoffes. Sollte das Markisentuch nach einigen Jahren durch Schmutz und Dreck, umliegende Bepflanzung oder sonstige Umwelteinflüsse derart in Mitleidenschaft gezogen worden sein, kann nur der Tausch des Tuches ein wirkliche Verbesserung bringen.

10. Zu guter Letzt: Wissenswertes

Steifigkeit bei älteren Markisentüchern: Früher wurden Markisentücher teilweise mit Formaldehyd behandelt, um eine besondere Steifigkeit zu erzielen. Heute wird erheblich weniger oder gar kein Formaldehyd mehr eingesetzt. Dennoch kann es sein, dass das neue Markisentuch nach einem Austausch im direkten Vergleich weniger steif wirkt als das alte Tuch. Dies hat keine Auswirkungen auf die Gebrauchsfunktion des Tuches und der Markise.

Spezial-Markisentücher mit besonderen Funktionen: Heute werden Markisentücher umfassend geprüft und sind zuverlässige Hochleistungsprodukte. Aber auch für besondere Anforderungen gibt es auf dem Markt das passende Markisentuch. Ob besondere lichttechnische Werte, Markisentücher, die extremen Windbelastungen standhalten oder feuerfeste Markisenstoffe mit flammenhemmender Beschichtung für öffentliche Gebäude – möglich ist mit dem Markisentuch fast alles.

Markisen damals und heute: Das Konzept der Markise geht zwar bis in die Antike zurück, als Sonnenschutz für private Terrassen und Balkone haben sich Markisen jedoch erst in den 1970er Jahren wirklich durchgesetzt. Damals noch mit wetterfestem, aber im Vergleich zu heutigen Hightech-Geweben doch recht einfachen Baumwoll-Tüchern ausgestattet, können sowohl Markisen als auch Markisentücher in dieser vergleichsweise kurzen Zeit eine enorme technologische Entwicklung vorweisen.

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